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Internationale Kooperationsgesuche von Unternehmen

News vom 24.10.2017

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind.

Kooperationsgesuche September 2017 (PDF-Datei)

Weitere Kooperationsprofile finden Sie hier.

Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns:

Marie-Theres Kraienhorst
E-Mail: mk@zenit.de





EU-Entsenderichtlinie – Lohndumping verhindern

News vom 24.10.2017

Auf der Tagung des Rates „Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz“ am 23. Oktober in Luxemburg haben die EU-Ministerinnen und -Minister für Beschäftigung und Soziales eine allgemeine Einigung über den Vorschlag der EU-Kommission zur Überarbeitung der Vorschriften über die Entsendung von Arbeitnehmern erzielt.

Zum Hintergrund:
Die Entsendung von Arbeitnehmern erfolgt im Rahmen der grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung innerhalb des Binnenmarktes. Ein entsandter Arbeitnehmer ist in einem EU-Mitgliedstaat beschäftigt, wird jedoch von seinem Arbeitgeber vorübergehend zur Erbringung seiner Arbeitsleistung in einen anderen Mitgliedstaat geschickt. Durch die gezielte Überarbeitung der EU-Entsenderichtlinie werden Änderungen in drei Hauptbereichen eingeführt: Entlohnung entsandter Arbeitnehmer (einschließlich Unterauftragsvergabe), Vorschriften für Leiharbeitnehmer und langfristige Entsendung.

Der Vorschlag sieht vor, dass entsandte Arbeitnehmer in der Regel in den Genuss der gleichen Vorschriften über Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen kommen wie lokale Arbeitnehmer. Künftig müssen sämtliche Entlohnungsvorschriften, die im Allgemeinen bei lokalen Arbeitnehmern zum Tragen kommen, auch auf entsandte Arbeitnehmer angewandt werden. Dabei wird die Entlohnung nicht nur die Mindestlohnsätze umfassen, sondern gegebenenfalls auch andere Aspekte wie Prämien und Zulagen. Die Mitgliedstaaten müssen auf transparente Weise die verschiedenen Bestandteile angeben, aus denen sich die Entlohnung in ihrem Hoheitsgebiet zusammensetzt. In Gesetzen oder allgemeinverbindlichen Tarifverträgen festgelegte Vorschriften müssen in allen Wirtschaftszweigen auf entsandte Arbeitnehmer angewandt werden. Der Vorschlag gibt den Mitgliedstaaten außerdem die Möglichkeit, vorzusehen, dass Unterauftragnehmer ihren Arbeitnehmern das gleiche Entgelt zahlen müssen wie der Hauptauftragnehmer. Dies kann jedoch nur in nichtdiskriminierender Weise geschehen: Für nationale und grenzüberschreitend tätige Unterauftragnehmer müssen die gleichen Regeln gelten.

Mit dem Vorschlag wird zudem sichergestellt, dass auf Arbeitnehmer, die von im Ausland niedergelassenen Leiharbeitsunternehmen entsandt werden, die im Aufnahmeland geltenden nationalen Leiharbeitsvorschriften angewandt werden. Die Regeln für den Exportsektor sollen erst später angepasst werden.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 24.10.2017





Reform der EU-Finanzaufsicht

News vom 12.10.2017

Nach der Finanzkrise überarbeitete die Europäische Union ihr Finanzsystem und führte ein einheitliches Regelwerk für die Regulierung der Finanzmärkte in Europa ein. Außerdem schuf sie die Europäischen Finanzaufsichtsbehörden (ESAs) sowie den Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB). Diese Einrichtungen sind für die Gewährleistung gut regulierter, starker und stabiler Finanzmärkte in der EU von entscheidender Bedeutung. Allerdings muss noch mehr getan werden, um die Regulierungs- und Aufsichtskonvergenz im Binnenmarkt zu verbessern, damit die Finanzmärkte besser funktionieren und neue Herausforderungen bewältigen können.

Mit den Vorschlägen werden - nach ihrer Verabschiedung - die Mandate, die Lenkungsstruktur und die Finanzierung der europäischen Aufsichtsbehörden für Banken (Europäische Bankenaufsichtsbehörde, EBA), für Wertpapiere und Finanzmärkte (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde, ESMA) sowie für Versicherungen und Altersversorgung (Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung, EIOPA) verbessert. Um die einheitliche Anwendung der EU-Vorschriften sicherzustellen und eine echte Kapitalmarktunion zu fördern, werden der ESMA zudem direkte Aufsichtsbefugnisse in spezifischen Finanzsektoren übertragen. Auch schlägt die Kommission gezielte Änderungen an der Zusammensetzung und Organisation des ESRB vor, der die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems als Ganzes überwacht.

Diese Reformen werden die weitere Integration der Kapitalmärkte nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU vorantreiben. Außerdem werden Änderungen der Aufsichtsbeziehungen mit Drittstaaten eingeführt, um eine ordnungsgemäße Steuerung sämtlicher Risiken im Finanzsektor zu gewährleisten.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 20.09.2017





Vorläufiges Inkrafttreten von CETA

News vom 10.10.2017

Die vorläufige Anwendung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada (CETA) startete am 21. September nach der Zustimmung durch die EU-Mitgliedstaaten im Rat sowie durch das Europäische Parlament.
Das Abkommen kann europäischen Unternehmen jährlich Einsparungen von  590 Mio. Euro bringen, da Kanada durch das Abkommen die Zölle auf 98 Prozent der zwischen der EU und Kanada gehandelten Waren abschafft. Außerdem erhalten europäische Unternehmen  Zugang zu öffentlichen Aufträgen in Kanada. 500 Millionen Verbraucher in der EU können von einer größeren Warenauswahl bei gleichbleibenden hohen EU-Standards profitieren.

Die vollständige Umsetzung von CETA wird erst nach der Ratifizierung des Abkommens durch alle Mitgliedstaaten abgeschlossen sein, die gemäß den jeweiligen verfassungsrechtlichen Anforderungen erfolgen wird. Ab dem Zeitpunkt des vollständigen Inkrafttretens von CETA wird ein neues Investitionsgerichtssystem an die Stelle des gegenwärtigen Investor-Staat-Streitbeilegungsmechanismus (ISDS) treten, der in zahlreichen bilateralen Handelsabkommen vorgesehen ist, die von den Regierungen der EU-Mitgliedstaaten in der Vergangenheit ausgehandelt wurden. Der neue Mechanismus soll transparent sein und nicht auf Ad-hoc-Schiedsgerichten basieren.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 20.09.2017





Initiativen für moderne Handelspolitik

News vom 04.10.2017

Die Europäische Kommission hat Vorschläge für moderne und ausgewogene Handelsbeziehungen präsentiert, um ihre Handelspolitik transparenter und für alle offen zu gestalten. Die Vorschläge knüpfen an die von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gehaltene Rede zur Lage der Union 2017 an.
Die Empfehlungen zielen auf eine starke Mitgestaltung der Globalisierung der europäischen Wirtschaft ab. Mit einem europäischen Überprüfungsrahmen soll sichergestellt werden, dass ausländische Direktinvestitionen den strategischen Interessen der EU auf dem Gebiet der Sicherheit und der öffentlichen Ordnung nicht zuwiderlaufen. Auch die Aufnahme von Verhandlungen zur Einrichtung eines multilateralen Investitionsgerichtshofs stehen zur Diskussion.

Zudem sollen Mandatsentwürfe für die Aufnahme von Handelsverhandlungen mit Australien und Neuseeland erarbeitet werden. Zur Erhöhung der Transparenz wurde beschlossen, eine Beratungsgruppe für EU-Handelsabkommen einzurichten und ab jetzt jedes neu vorgeschlagene Verhandlungsmandat zu veröffentlichen.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 14.09.2017





Reform der Besteuerung der digitalen Wirtschaft

News vom 03.10.2017

Die Europäische Kommission hat die Weichen für eine faire Besteuerung der digitalen Wirtschaft gestellt. In einer Mitteilung stellt sie Herausforderungen dar, mit denen die Mitgliedstaaten derzeit konfrontiert sind und legt eine langfristige Strategie sowie kurzfristige Lösungen vor. Dabei fordert die EU-Kommission eine grundlegende Reform der internationalen Steuervorschriften, bei der die Art der Wertschöpfung und der Ort der Besteuerung besser verknüpft werden. Dazu sollen sich die Mitgliedstaaten auf einen gemeinsamen Standpunkt bis zum Frühjahr 2018 einigen.

Solange es keinen angemessenen Fortschritt auf globaler Ebene gibt, will die EU eigene Lösungen für die Besteuerung der in der digitalen Wirtschaft tätigen Unternehmen umsetzen. Für die EU-Kommission ist der Vorschlag für die gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) eine  gute Grundlage, um die zentralen Herausforderungen zu bewältigen. Außerdem bietet dieser die Möglichkeit, einen nachhaltigen, stabilen und fairen Rahmen für die künftige Besteuerung aller großen Unternehmen zu schaffen. Da dieser Vorschlag derzeit von den Mitgliedstaaten erörtert wird, ließe sich die Besteuerung im digitalen Raum ohne weiteres in den Geltungsbereich der Vorschriften aufnehmen.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 21.09.2017   





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