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2016 wurden mehr als 41 Millionen gefälschte Waren an EU-Außengrenzen beschlagnahmt

News vom 26.07.2017

Laut den jüngst veröffentlichten Zahlen der Europäischen Kommission haben die europäischen Zollbehörden im Jahr 2016 mehr als 41 Millionen nachgeahmte und gefälschte Waren in einem Gesamtwert von über 670 Millionen EUR an den EU-Außengrenzen beschlagnahmt. Produkte des täglichen Gebrauchs, die eine Gefahr für Gesundheit und Sicherheit darstellen könnten, etwa Lebensmittel und Getränke, Arzneimittel, Spielzeug und elektrische Haushaltsgeräte, machten zusammen über ein Drittel der beschlagnahmten Waren aus.

Auch diesmal war China mit 80 % aller 2016 beschlagnahmten Waren das Hauptursprungsland nachgeahmter Waren. Aus Vietnam und Pakistan kamen erhebliche Mengen an Zigaretten, wohingegen Singapur das Hauptursprungsland für nachgeahmte alkoholische Getränke war. Bei Fälschungen von Bekleidungszubehör war die Islamische Republik Iran Spitzenreiter. Gefälschte Mobiltelefone kamen in erster Linie aus Hongkong, während die Liste der Arzneimittelfälschungen von Indien angeführt wird. In mehr als 90 % der Fälle wurden die sichergestellten Waren vernichtet oder es wurden Gerichtsverfahren eingeleitet, um eine Rechtsverletzung festzustellen oder strafrechtliche Sanktionen zu verhängen.

Der vollständige Bericht ist hier abrufbar.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 20.07.2017





Reduzierung von Acrylamid in Lebensmitteln

News vom 21.07.2017

Vertreter der EU-Mitgliedstaaten haben am 19. Juli  einem Vorschlag der Europäischen Kommission zugestimmt, den Acrylamidgehalt in Lebensmitteln zu senken. Acrylamid ist nachgewiesenermaßen krebserregend und entsteht bei hohen Temperaturen während der Zubereitung von Lebensmitteln.
Damit verbunden ist nicht die Absicht, Pommes jeglicher Art zu verbieten oder die Art und Weise der Zubereitung zu verändern. Es ist jedoch nachgewiesen, dass Kartoffelprodukte, Getreideprodukte und Kaffee bei zu großer Hitze besonders hohe Werte von Acrylamid aufweisen. Daher verpflichten die neuen Maßnahmen Lebensmittelunternehmen, Verfahrensregeln anzuwenden, um das krebserregende Acrylamid zu senken. Hierzu gehört, Lebensmittel nicht verbrennen zu lassen. Bisherige freiwillige Maßnahmen zur Reduzierung des Acrylamidgehalts seitens der Lebensmittelunternehmer wurden nicht konsequent umgesetzt und sorgten so nicht für einen ausreichenden Schutz für die Verbraucher.
Der Vorschlag der Kommission wurde von 22 Mitgliedsstaaten unterstützt, Deutschland hatte sich enthalten. Nach Inkrafttreten der vorgeschlagenen Verordnung werden die Lebensmittelunternehmer verpflichtet sein, je nach Größe und Art ihres Betriebs verbindliche Maßnahmen zur Reduzierung des Acrylamidgehalts zu ergreifen. Die Verordnung könnte voraussichtlich im Frühjahr 2018 in Kraft treten.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 20.07.2017





Internationale Kooperationsgesuche von Unternehmen

News vom 21.07.2017

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind.

Kooperationsgesuche Juni 2017 (PDF-Datei)

Weitere Kooperationsprofile finden Sie hier.

Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns:

Marie-Theres Kraienhorst
E-Mail: mk@zenit.de





Öffentliche Konsultation zum Wandel in Gesundheitswesen und Pflege im digitalen Binnenmarkt

News vom 21.07.2017

Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur "Gesundheit und Pflege im digitalen Binnenmarkt" eingeleitet. Mit dieser Konsultation soll ermittelt werden, ob und welche Maßnahmen zur Förderung digitaler Innovationen erforderlich sind, um die Gesundheit der Menschen zu verbessern und systemische Herausforderungen für die Gesundheitssysteme anzugehen. Solche Maßnahmen müssen mit den Vorschriften über Datenschutz, Patientenrechte und elektronische Identifizierung im Einklang stehen.
Demografischer Wandel, Anstieg der Lebenserwartung, Zunahme chronischer Erkrankungen und das Wiederauftreten von Infektionskrankheiten sind große Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung in Europa. In allen EU-Ländern sind die öffentlichen Ausgaben für Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Die Kosten werden voraussichtlich weiter steigen, vor allem aufgrund der alternden Bevölkerung. 2015 machten die Ausgaben für das Gesundheitswesen 8,7 % des BIP in der EU aus. Sie könnten im Jahr 2060 bis auf 12,6 % des BIP anwachsen. Die dank der gestiegenen Lebenserwartung zusätzlichen Lebensjahre werden nicht unbedingt bei guter Gesundheit verbracht. De facto ist die Zahl der durchschnittlich zu erwartenden gesunden Lebensjahre (Healthy Life Years – HLY) in der EU der 28 zwischen 2010 und 2014 zurückgegangen.
Digitale Technologien können kosteneffiziente Instrumente liefern, um den Übergang von einem Modell der krankenhausgestützten Gesundheitsversorgung zu einem patientenorientierten, integrierten Modell zu erleichtern, für einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung sorgen und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme leisten.
Insbesondere Patientenorganisationen, Ärzte und Pflegepersonal, Behördenmitarbeiter, Forscher, Unternehmer, Krankenversicherungen, Nutzer digitaler Gesundheitswerkzeuge wie z.B. Fitness-Armbänder oder Apps sowie normale Bürger sollen sich angesprochen fühlen, an der bis zum 12. Oktober laufenden Online-Umfrage teilzunehmen.





Zahlreiche Vertragsverletzungsverfahren wegen unzureichender Anwendung des EU-Rechts

News vom 09.07.2017

Binnenmarktanzeiger 2017

Der Online-Binnenmarktanzeiger liefert ein genaues Bild des Umsetzungsstandes der EU-Binnenmarktvorschriften: Er umfasst eine Evaluierung der Anwendung dieser Vorschriften durch die EU-Mitgliedstaaten und zeigt Mängel in Bereichen auf, in denen die EU-Mitgliedstaaten ihre Bemühungen verstärken sollten.
Aus dem jüngst veröffentlichten Jahresbericht über die Kontrolle der Anwendung des Unionsrechts im Jahr 2016 geht hervor, dass die Mitgliedstaaten der EU sich nicht ausreichend an europäisches Recht halten. Im Jahr 2016 lag die Zahl der anhängigen Vertragsverletzungsverfahren um rund 20 Prozent höher als im Vorjahr und erreichte damit einen Fünfjahresspitzenwert. Die meisten Vertragsverletzungsverfahren liefen gegen Deutschland und Spanien (beide 91), Belgien (87) und Griechenland (86).
Unter Berücksichtigung aller bewerteten Bereiche schneiden Österreich, Dänemark, Estland, Litauen, Malta und die Slowakei am besten ab.

Weitere Informationen:
Jahresbericht über die nationale Umsetzung des EU-Rechts

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 06.07.2017





Öffentliche Konsultation zum EU-Verbraucherrecht

News vom 05.07.2017

Die EU-Kommission möchte von den Verbraucherinnen und Verbrauchern, Unternehmen und Organisationen erfahren, wie die europäische Gesetzgebung zum Verbraucherschutz verbessert werden kann. Dazu hat sie am 30. Juni  eine Konsultation gestartet.
Die Konsultation wird der EU-Kommission wertvolle Informationen in den verbesserwürdigen Bereichen geben. Die Kommission befragt darin auch zu den Rechten, die für Online-Marktplätze gelten und zu den „kostenlosen“ Online-Dienstleistungen, bei denen Konsumenten ihre persönlichen Daten zur Verfügung stellen anstatt zu bezahlen. Außerdem möchte sie Informationen dazu erhalten, wie Konsumenten Entschädigung oder Rechtsmittel erhalten können, wenn sie von unfairen Handelspraktiken betroffen sind.
Bis zum 4. Oktober besteht die Möglichkeit, sich an der Konsultation zu beteiligen unter diesem Link https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/ConsumerLawReview

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 30.06.2017





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