Horizont 2020




Workshop: Technology Readiness Level (TRL) in Horizont 2020

News vom 22.05.2015 -

Auf Einladung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW (MIWF) diskutierten am 21. Mai 2015 bei der ZENIT GmbH in Mülheim an der Ruhr ca. 50 Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft die Bedeutung der Technology Readiness Level (TRL), die im Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 neu eingeführt wurden. Hierbei handelt es sich um eine Skala von eins bis neun, für die Zuordnung von Förderprojekten zu den Entwicklungsstufen von der reinen Grundlagenforschung bis hin zu vorkommerziellen Prototypen.

Zu Beginn führte Dr. Søren Bøwadt von der Europäischen Kommission in die Thematik ein. Er machte deutlich, dass die Kommission Forschungsprojekte fördern möchte, die Innovationen und damit Wachstum generieren. Das TRL-Schema fungiert in diesem Zusammenhang als Hilfsmittel, mit dem der technologische Stand des Vorhabens zu Projektbeginn und –ende anzeigt werden kann. Dabei enthalten die Ausschreibungen zumeist eine Spanne, in der sich die Projekte bewegen müssen. Antragsteller steht es im vorgebenden Rahmen frei, ihre Vorhaben zu gestalten. Wichtig ist jedoch, dass sie explizite Erläuterungen zu den TRL-Stufen und den damit verbundenen Prozessen abgeben.

Welche Arbeitsschritte hinter den einzelnen Stufen stehen, veranschaulichte Professor Andreas Stöhr von der Universität Duisburg-Essen anhand eines Forschungsprojektes im Bereich Photonics. Innerhalb von 6 Jahren durchlief dieses die TRL-Stufen 1 bis 9, wobei es  3 Jahre davon über ein europäisches Forschungsprojekt finanziert wurde. Außerdem gaben Thomas Goergen und Dr. Liv Adler von Bayer praktische Tipps zur Antragsstellung und  stellten die Bedeutung des Antragsteils Impact hervor. Dieser sollte Aspekte eines Businessplans aufweisen und bereits die Markteinführung einschließen.

Weiterhin wurden die besonderen Anforderungen im KMU-Instrument thematisiert. Laut Dr. Petra Oberhagemann von der Nationalen Kontaktstelle KMU werden hierüber nur Projekte gefördert, die Demonstrationsvorhaben adressieren und im Bereich TRL 6 liegen. Der Praxisbericht von Natalia Raab von der HLW Group verdeutlichte, dass sich Anträge an diesen Kriterien messen lassen müssen. So haben sie im Antrag unter anderem Patente und Gutachten als Meilensteine aufgenommen. Darüber hinaus müssen die Anträge wirtschaftliche Überlegungen aufnehmen und die Gutachter davon überzeugen, dass hier ein für Europa visionäres Projekt auf den Weg gebracht wird.

Die Vorträge können auf der Homepage des Workshops runtergeladen werden.

http://www.horizont2020.zenit.de/TRL2015/index.php?id=494

Die NRW.Europa-Experten der ZENIT GmbH bieten eine Erstberatung in NRW und helfen dabei, einen erfolgsversprechenden Ansatz für Innovations- oder FuE-Vorhaben zu finden.


Kontakt:

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für Nordrhein-Westfalen NRW.Europa

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Telefon: 0208/30004-35
E-Mail: hz(at)zenit.de





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